ja Vechta, das war wieder so'n Ding:
Dirk und ich hatten abgesprochen, am Freitag den 11. Juni um 15:00 Uhr in Richtung Vechta mit unseren Bikes abzufahren. Doch es kam ein wenig anders.
Am Donnerstag rief ich Dirk noch an und wir kamen auf Grund des schlechten Wetterberichtes überein, die beiden CX auf den Anhänger zu verladen und trockenen Fußes Vechta zu erreichen.
Eine Stunde später erreicht mich eine SMS von Dirk: "Scheißladen! Barbara ist von der Leiter gefallen. Bin gerade ins Krankenhaus."
Das wars dann wohl mit Vechta, dachte ich mir. Aber gefehlt: Am Folgetag war Dirk dann kurz nach 15:00 Uhr bei mir und wir verluden die Motorräder auf den Anhänger.
Dann gings los in Richtung Autobahn.
Wolken, soweit das Auge reichte. Jedoch nur südlich von Hamburg ein kräftiger Schauer.
Auf gut halber Strecke überholten uns dann ein paar Dänen mit ihren CX 500, erfreut winkten wir ihnen zurück. Es war ja nicht zu verheimlichen mit den beiden Güllepumpen hinten auf dem Anhänger, daß wir das gleiche Ziel haben und zwar das 8. Güllepumpentreffen des Freundeskreises Weser/Ems/Elbe in Vechta.
An der Ausfahrt Vechta West hatten wir die Gruppe wieder - jedoch da fehlte einer?
Angehalten und nachgefragt ergab sich, ein deutscher Guide übersetzte, mußte dann aber weiter, daß ein Däne mit geplatztem Kühler ca. 60 km zurück liegengeblieben war.
Wir sprachen ab, daß wir erst die Gruppe nach Vechta brachten, dann unsere Bikes abluden und mit einem der Dänen zu der Stelle des liegengebliebenen fahren, um diesen zum Treffen nachzuholen. Mit den Veranstaltern des Treffs sprachen wir und baten, einen gebrauchten Kühler zu organisieren und ab ging es wieder auf die Autobahn, den Dänen suchen.
Dank Dirks guter Englischkenntnisse klappte auch die Verständigung mit dem Dänen, der uns den Weg weisen wollte. Ich konnte vieles verstehen, jedoch mit dem Englisch-Sprechen tat ich mich doch etwas schwer, Schul-Englisch ist doch schon etwas länger her.
Wir fanden ihn auf der Shell-Tanke an der Wildeshausen-Nord-Abfahrt. Schnell begrüßt, Bike verladen, hatten nun ja schon etwas Übung und ab nach Vechta. Dirk mußte ja noch sein Zelt aufbauen und ich mußte meine Frau wieder besänftigen, glaubte ich, da ich sie alleine zurückgelassen hatte. Dem war aber nicht so, sie hatte Gerda und Raimer aus Hamburg getroffen und gar keine Langeweile.
Ein Kühler war auch schon besorgt, leider der falsche. Aber der wurde getauscht. Weiter stellte sich heraus, dass die Mutter sich von der Welle des Lüfterrades gelöst hatte und somit das wandernde Lüfterrad den Kühler zerfräst hatte. Die Teile konnten auch noch aufgetrieben werden und die Güllepumpe lief wieder am Samstag Abend.
Nach einem geselligen Abend am Lagerfeuer bei vielen Freunden und Bekannten ging der Tag zu Ende und etwa gegen 01:00 Uhr sank ich in die schönen Federn im Hotel gleich an der Abzweigung zum Platz.
Den nächsten Morgen schickte mich meine Frau zu Fuß auf den Platz, den Wagen holen wegen der Motorrad-Kleidung.
Fußweg 7 Min. Rückweg mit Auto 3 Min., also hätte ich nach ca. 10 Minuten zurück sein müssen. Nix da! Astrid hat mich abgefangen. Ihr drohten die Brötchen auszugehen. So fuhren Astrid und ich nochmal schnell Brötchen in Vechta holen. Es waren am Vorabend schon weit über 200 Teilnehmer eingetragen, es mußten aber über Nacht noch mehr geworden sein. Nun waren schon am Samstag Morgen 700 Brötchen aufgeschnitten worden.
Wir beschlossen mit Gerda und Raimer uns keiner Tour anzuschliessen und alleine die Gegend ein wenig "unsicherer" zu machen. Wir wollten die Orte Diepholz und Damme erkunden und dann zu 15:00 Uhr zu den anderen am Dümmer zu stoßen. Dirk schloß sich einer Gruppe an und fuhr eine größere Tour auch mit Ziel Dümmer See.
Am Dümmer saßen wir dann beim Imbiß unter der überdachten Terrasse und aßen Currywurscht mit Pommes, da wurde der Himmel schwarz und ein starker Regenschauer setzte ein. So schnell wie er gekommen war, war er auch nach ca. 15 Minuten wieder verschwunden. Als die Rückfahrt im Korso begann, fing die Straße schon an, abzutrocknen. Somit hatten wir eine herrliche Rückfahrt begleitet von dem Vechteraner Motorrad-Polizisten. Es ging wieder direkt durch die Ortsmitte von Vechta. Und wen sahen wir da in einer Kurve am Straßenrand sitzen? Helga! Und wo Helga ist, da ist auch Benno nicht weit. Und richtig, mitten auf der Straße stand Benno mit seiner Videokamera und nahm den ganzen Zug der Güllepumpen auf.
Wieder auf dem Platz angekommen, wurde wieder in Reih und Glied geparkt, damit sich die Anzahl der Güllepumpen auch zählen ließ.
Dieses Jahr waren es über 230 CX und mehr als 90 Fremdfabrikate.
Die einen gingen in Vechta Essen, die anderen beköstigten sich am Lagerfeuer. Es bildeten sich größere und kleinere Gruppen rund um die Flammen. Es wurde immer kräftig nachgelegt, für Bier, Kaffee, Kuchen und Imbiß-Spezialitäten war auch gesorgt.
Helga und Benno überraschten uns mit ihrem Besuch. Allen Unkereien zum Trotz: Benno hat noch seine CX 650 Turbo und wird sie auch behalten.
Die Frage von Ihm: "Wollt ihr was haben?" erklärte sich, nach dem wir mit "Ja" geantwortet hatten. Er kam mit einem Kasten Bier zurück. Es sollte nicht der letzte an diesem Abend sein. Da wir natürlich keinen handelsüblichen Flaschenöffner hatten, öffneten wir die Bierflaschen mit einem Einwegfeuerzeug. Dies ließ Benno keine Ruhe, er wollte es endlich auch einmal lernen. Für genügend Nachschub sorgten wir dann schon. Nun kann er's.
Irgendwann, ich weiß nicht mehr, wie spät es wirklich war, fand ich mich im Bett wieder.
Nächster Tag, neues Glück...
Nach einem schönen Frühstück im Hotel verpackten wir unsere Sachen, verluden die Bikes auf den Anhänger und ab gings nach Hause. Ausschlafen war bei mir angesagt, ich brauchte am nächsten Tag, dem Montag, erst zur Spätschicht...
Alles in allem: Ein herrliches Wochenende in Vechta, aber was sollte hier denn auch schon schief gehen.
Vechta 2005, wir kommen alle wieder!!!

Euer Uwe